Auf, auf …

Ich seufzte. Es würde nicht das Gleiche sein. Ich vermisste ihn ja schon zuhause so sehr. Wie würde das erst auf Expedition sein? Kein Gejammer mehr über Steißschmerzen, keine dummen Scherze, kein Zieren.
Ich seufzte wieder. Vielleicht würde es ja trotzdem ganz schön werden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich schluckte gegen den Kloß in meinem Hals. „Komm, Fluff, wir müssen los!“
Ich schob den Riesenrucksack auf meinem Rücken zurecht, wartete, bis Fluffy hinausgehopst war, dann zog ich die Tür hinter mir zu und machte mich auf in Richtung Flughafen.

 

 

Veröffentlicht unter Federkiels Abenteuer | 3 Kommentare

Weiterhin Schreibpause

Im Augenblick ist Schreibpause am Roman, und sie scheint länger zu gehen. Derzeit tippt meine Tastatur nur Reisetagebücher, Emails und anderes Zeugs. Nur keine Prosa.

Da es mir gerade nicht fehlt, widme ich mich anderen Dingen: Fotos, Reiseplanung, Lesen, Zimmer ausmisten, Handarbeiten oder Malen. Vielleicht hat das so lange zurückgestanden, dass das jetzt einfach mal dran ist.

Mal sehen, wann es mit dem Schreiben weitergeht. Und mit was.

Ich melde mich dann🙂

 

Veröffentlicht unter Schreibfortschritt | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Erlass zur Bewegungsrestriktion von Beuteltieren – Blogsoap

Ich stürmte ins Rathaus, den Zettel in meiner Hand umklammert. Das konnte er nicht machen! Da war man kaum mal eine Woche weg, und Defihausen spielte verrückt!
„Federkiel?“ Tina Fisch sprang auf, als ich in ihr Büro stürmte. „Du kannst da nicht rein, Bürgermeister Tracheo ist nicht …“
Ich riss die Tür zum Bürgermeisterzimmer auf. Larynx Tracheo saß hinter seinem blitzsauberen Schreibtisch, die Füße hochgelegt, und schnarchte. Ich knallte die Tür hinter mir zu, und sperrte die verdatterte Tina aus. Larynx zuckte zusammen und zog seine Füße vom Tisch. Er blinzelte.
Ich baute mich vor seinem Schreibtisch auf und wedelte mit dem Ausdruck. „Hast du jetzt ganz den Verstand verloren?“
Larynx blinzelte wieder. „Was …“ Seine sonst so kehlige Stimme klang belegt. Er räusperte sich. „Was ist das?“
Ich warf ihm den Zettel vor die Nase. Die Überschrift war so groß, dass ich sie sogar auf die Entfernung lesen konnte: „Erlass zur Bewegungsrestriktion von Beuteltieren“.
Weiterlesen

Veröffentlicht unter Blogsoap, Federkiels Abenteuer | Verschlagwortet mit , , , , , , | 4 Kommentare

Antarktis 2014 – Kommentar-Highlights

Auch dieses Jahr haben wir wieder fleißig kommentiert, aber es ist schon aufgefallen, dass unsere Star-Kommentarin, die Mutze, die letzten Tage nicht mitmachen konnte. Nichtsdestotrotz gab es eine erkleckliche Menge an geistreichen und witzigen Kommentaren … auch wenn ich mich manchmal frage, wo das alles in der Hitze des Gefechts so schnell herkommt🙂

Viel Spaß, Eure Federfisch, äh, Federkiel!

Neuseeland – die Vorstufe zum Paradies

  • […] Möge der rosa Salat mit uns sein …
    Hajo (Autor) 2. November 2014 at 22:30 [als Abschluss seiner Ansprache an die Nation, äh, Expedition]

Sonntag, 16. November 2014: Abflug ins ewige Eis

  • @cheffe: was weiß denn ich! diese treulose erbse!
    Tanja 16. November 2014 at 20:36 [auf die Frage, wo denn Carlos sei]
  • @Federkiel es scheint ein Junge zu sein. Es ist nicht geschminkt und hat keine Heels an
    die Mutze 16. November 2014 at 21:16 [als wir noch nicht wussten, ob das kleine Baumi Männlein oder Weiblein ist]
  • @Federkiel guck da es ist bei mir gerade in der Tasche verschwunden. Ich hoffe es ist Stubenrein
    die Mutze 16. November 2014 at 21:25
  • @all -25 Grad wir werden entweder erfrieren oder Eiswürfel pullern. […]
    die Mutze 16. November 2014 at 22:32

Montag, 17. November 2014: Den Polarlichtern nahe

  • *selbst heimlich hinters Flugzeug erbrech*
    chefarzt (Autor) 17. November 2014 at 20:34 [nach dem Höllenritt zum Gletscher]
  • Hopp de Schobbe in de Kopp
    die Mutze 17. November 2014 at 21:08 [auch nach dem Höllenritt zum Gletscher]
  • %§&/(“) ..!!!!!!
    carlos 17. November 2014 at 21:59 [nachdem Tanja mit Sven in die Koje verschwunden ist]

Dienstag, 18. November 2014: Die Leiche im Keller

  • Hihi, @dieMutze hast du das KO Zeugs aufm Schwarzmarkt gekauft?
    Basadai 18. November 2014 at 21:09 [nachdem Sven als Leiche in Carlos Haus lag]
  • @hajo Verhandeln? Nur mit Sprengstoff *kicher*
    Basadai 18. November 2014 at 21:10
  • Ach, wie in alten Zeiten, *kampfschrei ausstoß*
    Hajo (Autor) 18. November 2014 at 21:24
  • *konsequent brutal medizinisch korrekt agier*
    chefarzt 18. November 2014 at 21:36
  • @federkiel wir müssen erst mal die Gefangenen vernehmen.
    Das muss jemand anders machen, ich würde sie sofort köpfen
    Basadai 18. November 2014 at 22:18
  • *flüster* Ich lasse mein Baumkänguru auf dich los! Überleg’s dir!
    Federkiel 18. November 2014 at 22:26 [um den Officer zum Reden zu bringen]
  • @Hendrik was hast du erwartet bei den Eltern, das kämpfen wurde ihm quasi in den Beutel gelegt
    die Mutze 18. November 2014 at 22:41 [über Vincents Kampfkünste]
  • @Basadai […] Ich glaube Kängurus sind Dauerschwanger
    die Mutze 18. November 2014 at 23:03

Mittwoch, 19. November 2014: Der Tote im Eis

  • […] eine Obduktion bei -30 Grad, nicht schlecht. Ich brauche ein Beil
    Hajo (Autor) 19. November 2014 at 21:03
  • *Schlingen abbrech* Oh, Verzeihung.
    Federkiel 19. November 2014 at 21:08
  • @federkiel Er ist sicher daran gestorben, dass Sven ihn nicht sauber gemacht hat.
    Basadai 19. November 2014 at 21:15 [… den Sender, den Sven im Darm hatte …]
  • ich habe noch ein paar stöckelschuhe mit, die kann man wie einen eispickel benutzen […]
    Tanja 19. November 2014 at 21:27
  • Schmeißt mal diese menschlichen Teile weiter weg, der taut sonst noch auf… *örgs*
    Ich will den nicht beim Buffet haben.
    Basadai 19. November 2014 at 21:47
  • Hier, das müsst ihr mal probieren: Glüh-Antibibber! #Fump
    Basadai 19. November 2014 at 21:59 [… und löste damit die Glühstäbchenmanie aus!]
  • *tiefe Lungenzüge inhalier*
    Je suis un chien …
    charlene 19. November 2014 at 22:27

Donnerstag, 20. November 2014: Antarktis on the Rocks

  • @all ich glaube wir haben gerade den Höllenschlund geöffnet
    die Mutze 20. November 2014 at 21:02 [als sich der Boden der Höhle unter uns auftut]
  • Ich bin du, du bist ich … das ist das Ende … *laber*
    Hajo (Autor) 20. November 2014 at 21:06
  • Ach schön, die erste Explosion bei dieser Expedition!
    chefarzt 20. November 2014 at 22:01
  • *zwischen charlene und hendrik sitz*
    *an sardinen denk*
    Tanja 20. November 2014 at 22:13

Freitag, 21. November 2014: Der Drohnenangriff

  • *hart aufschlag* Uff …
    *denk* immerhin wurde noch keiner abgesaugt in dieser Expedition …
    Federkiel 21. November 2014 at 21:31
  • *baller*
    @hendrik: als frau kann ich beides, anhimmeln und schießen. multitasking
    Tanja 21. November 2014 at 21:34
  • *im Multitaskingmodus Tanja in Arm nehm und gleichzeitig mehrere Drohnen in die Knie zwing*
    carlos 21. November 2014 at 21:36
  • *Carlos und Tanja anseh* Es geht doch nichts über ein schönes Versöhnungsgefecht
    Federkiel 21. November 2014 at 21:37
  • @Tanja: Blubb! […]
    Federkiel 21. November 2014 at 21:51 [nachdem ihr vorgeworfen wurde, ein kalter Fisch zu sein]
  • Haha, Federfisch …
    Hajo (Autor) 21. November 2014 at 21:53
  • Diese Glühstäbchen Sucht … nicht gut … aber besser als Lebertran
    chefarzt 22. November 2014 at 00:21

Samstag, 22. November 2014: Der Gipfel ruft!

  • Habt ihr alles? Fluffy hat die Antarktis aufgekauft … ähm?
    Hajo (Autor) 22. November 2014 at 20:29 [nach der Partie Antarktis Monopoly]
  • Okay, haben wir eigentlich Kontakt mit Carlanja?
    chefarzt 22. November 2014 at 20:30
  • @basadai: Der Schnee ist unser Freund … rede mit ihm
    chefarzt 22. November 2014 at 21:41
  • @Federkiel: Globales Narrentum Auf Der Erde?
    Hendrik 22. November 2014 at 22:43 [nach Svens Betteln um GNADE]
  • *die Weltherrschaft in den Wind schieß*
    sven 22. November 2014 at 22:55

Sonntag, 23. November 2014: Die Ruhe nach der Schlacht

  • […] Licht aus! Glühstäbchen an!
    Hajo (Autor) 23. November 2014 at 20:35 [zur Eröffnung der Abschlussfeier]
  • Ich danke meinen Eltern für ihre Unterstützung, meinen Freunden, dass sie immer an mich glaubten, meinen Kollegen der Expeditionen, die mir ans Herz gewachsen sind und auf die ich mich immer verlassen konnte. Ich nehme die Auszeichnung an und bete für den Weltfrieden.
    Basadai 23. November 2014 at 21:37 [nach Überreichung der diamantenen Machete]
  • Der AA hilft gegen alles auch gegen ihn selbst *verwirrt red* Haha
    chefarzt 23. November 2014 at 22:33

Aber ganz am Anfang, als wir nach Neuseeland aufgebrochen sind, hat Mutze es auf den Punkt gebracht:

  • die Wahnsinnigen sind dann mal unterwegs
    die Mutze 1. November 2014 at 21:32

Darauf ein Glühstäbchen! Danke, liebe Freunde, Ihr seid klasse!

Veröffentlicht unter Antarktis 14, Federkiels Abenteuer | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Antarktis 2014 – Expedition in die Kälte

Wieder ist die Woche Expedition so schnell herumgegangen (und die Woche danach auch)! Kaum angekommen saßen wir auch schon wieder am Fuße des Gletschers in Carlos Hütte und haben Abschied gefeiert! Eine Woche voller hektisch getippter Kommentare, Denken in Sternchen (*jetzt doch endlich das Fazit schreib*), auf die Expeditionszeiten maßgeschneidertem Familienlebens (Danke🙂 ) und mit zu kurzen Nächten.

Die Antarktis war kalt, aber zahm. Bis auf einen Schneesturm, der uns oben auf dem Berg einen Tag im kuscheligen Iglu beschert hat, sind wir glimpflich davongekommen. Selbst die Kälte war mit Mutzes Spezialanzügen erträglich. Und auf jeden Fall merkt man, dass wir erfahrener werden – es gab kaum Verletzungen, Federkiel kann inzwischen bei Obduktionen assistieren und der Cheffe hat nur einmal das Taschen-MRT herausholen müssen. Armer Hendrik, und niemand hat ihn beachtet🙂

Es war wieder eine denkwürdige Expedition! Manche Spätfolgen gehen hoffentlich wieder weg (Hendriks Passion für Lebertrankekse und der Federfisch), anderes bleibt uns sicher erhalten (Vincent, die Glühstäbchensucht und echte Mucke bei der Abschlussparty). Es gab wieder tolles Essen (Pingu-Burger, Antibibber und die daraus entstandenen Glühstäbchen, rosa Salat und natürlich Lebertrankekse), eine hinreichende Anzahl von Explosionen (leider schon wieder kein Golfplatz!) und wir können mittlerweile eine erstaunliche Anzahl von unterschiedlichen Kampftechniken. Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem Kampf nach der Gipfelbesteigung:

  • @all Erst schießen und dann fragen.
    *rumballer*
    Basadai 22. November 2014 at 22:03
  • *Den Rücken des Teams freihalt*
    Mmhh die Drohnen, das ist wie Tontaubenschießen
    chefarzt 22. November 2014 at 22:03
  • *die Granate den Berg hinab kuller*
    Hendrik 22. November 2014 at 22:05
  • *auf dem Schlitten einen Flammenwerfer find*
    *den Berg hinablauf*
    Jetzt heize ich euch ein!
    Federkiel 22. November 2014 at 22:08
  • *die Artillerie bedien*
    Was für Explosionen !!!!
    Hajo (Autor) 22. November 2014 at 22:08
  • *ein paar Gangster abfackel*
    *uns toll find*
    Federkiel 22. November 2014 at 22:09
  • *einen Gegner mit einem Lebertrankeks erstick*
    Hendrik 22. November 2014 at 22:09
  • *die Machete werf* Jepp, das passt.
    Basadai 22. November 2014 at 22:10
  • *mit dem Flammenwerfer ein Schneemobil hochjag*
    Federkiel 22. November 2014 at 22:11
  • *einem Gegner mit dem Glühstäbchen ein Auge ausstech*
    charlene 22. November 2014 at 22:11
  • *einen Fausthieb verteil*
    Hendrik 22. November 2014 at 22:18
  • Amigos !!!! *aus der Ferne eine Salve aus dem MG-11 abfeure*
    carlos 22. November 2014 at 22:20
  • *einen Gegner mit einem Kopfstoß in die Knie zwing*
    Hajo (Autor) 22. November 2014 at 22:22
  • *mit einem Schlag gleich zwei umhau*
    Hendrik 22. November 2014 at 22:22
  • *mit den Messern beschwingt ein Massaker anricht*
    Federkiel 22. November 2014 at 22:23

Ich danke Euch allen, besonders Basadai, Mutze und Cheffe, es war kultig und hat wieder viel Spaß gemacht! Kommentarhighlights folgen!

Nach der Ankündigung vom Chefarzt, seine Seite nicht weiterführen zu wollen, hatte die Expedition einen Abschieds-Beigeschmack bekommen. Aber man soll niemals nie sagen, und Hajos Worte machen mir Mut:

@mutze: Es gibt keine “letzte” Expedition …
Hajo 17. November 2014 at 13:46

In diesem Sinne – ich freue mich auf das nächste Abenteuer, eine einsame Insel mit Palmen wäre doch schön! Vielleicht findet sich ja dort der Zugang zum Mittelpunkt der Erde, die Irrenanstalt für verrückte Blogger oder doch die lang ersehnte Zeitmaschine🙂

*das Glühstäbchen auf Euch heb*

Veröffentlicht unter Antarktis 14, Federkiels Abenteuer | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 7 Kommentare

Schreiben im Oktober/November 2014 – Schreibpause

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Freitag beenden, Samstag und Sonntag genauer Planen

Was geschrieben? 26000 Zeichen Frakturen (Roman-Freitag)
Bis Mitte Oktober lief es noch ganz gut, dann brach alles ein. Zu viel los, zu viel Anderes, zu viel Außenleben. Es fällt mir schwer nach fünf Jahren NoNo hintereinander dieses Jahr nicht mitzumachen. Aber Robert und Johanna machen Pause, vermutlich noch den November, vielleicht länger. Abwarten.

Fazit? Manchmal ist einfach keine Kapazität für das Schreiben da.

Wie geht es weiter im Oktober? Siehe oben: den Freitag beenden, Samstag und Sonntag genauer Planen

Veröffentlicht unter Schreibfortschritt | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Schreiben im September 2014 – NaNo im Kleinen

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an im September? Den Mittwoch für Johanna beenden, dann weiter mit Robert

Was geschrieben? 195000 Zeichen Frakturen (Roman-Mittwoch bis Freitag)
Diesen Monat gab es einen Mini-NaNo mit Freunden. Ziel waren 30000 Worte, also 1000 am Tag. Das hat auch gut geklappt, auch wenn es manchmal stressig war durch die viele Arbeit im Büro und etliche Dienstreisen. Aber einige Tage ohne Schreiben konnte ich ganz gut wieder reinholen.
Was den „echten“ NoNo im Novenber angeht … ich bin unschlüssig. Durch die Expedition in die Antarktis bleiben mir nur 23 Tage, das sind dann mehr als 2000 Worte am Tag. Puh … mal sehen.

Fazit? Wenn die Planung steht, kann man selbst mit einer Stunde am Tag weit kommen🙂

Textausschnitt: Woche 8, Donnerstag, 12. Juni 2009, Früher Abend (Johannas Wohnung)

„Ich musste, Rina! Ich musste da hinauf und aushalten, was ich gemacht hatte.“ Ich zuckte die Achseln. „Ich habe keine Ahnung, wie lange ich oben auf der Brücke stand, aber es gingen mir so viele Dinge durch den Kopf, so viel Schreckliches.“ Ich schloss kurz die Augen. „Aber ganz langsam wurde das immer weniger. Je länger ich da stand, um so weniger … erdrückten mich die Erinnerungen. Es war alles noch da, aber weniger … schlimm.“ Ich hob die Schultern. „Es war wie so eine Welle, die über mich drüberrauscht. Und wenn sie weg ist, wird es besser. Sinkt das Wasser, sozusagen.“ Dann lächelte ich kurz. „Und gerade als die Welle durch war, hat Robert angerufen.“
Sie zog kurz die Augenbrauen zusammen, nickte dann aber. „Hattest dein Handy dabei.“
Ich nickte. „Was an sich schon ein Wunder ist, dass ich es eingepackt hatte.“ Ich zuckte die Achseln. „Er rief an und dann kam er. Auf die Brücke.“ Zu mir.
„Und?“
Jetzt sah Regina mich neugierig an, der Themenwechsel auf Robert lenkte sie ab. Ich lächelte. „Ich hatte ihn gebeten, zu Fuß hochzukommen, und er hat unten geparkt und kam die Brücke raufgelaufen.“
„Und?“ Sie beugte sich vor.
„Es hat ihn sehr erschreckt, dass ich da stand.“
„Wusste er … davon?“
Ich nickte. „Nicht viel, aber er wusste etwas.“ Nicht ganz gelogen, aber ich wollte nicht, dass Regina jetzt darüber nachdachte. „Deswegen hat es ihn so erschreckt.“
„Und was hat er gemacht?“
Die Frage müsste eher lauten, was ich gemacht hatte. Ich verzog das Gesicht. „Was ich wollte.“
„Und was wolltest du?“
Sie hatte diesen „lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen“-Blick, aber ich wusste nicht, wie ich das beschreiben konnte. Also stand ich auf, bedeutete ihr, mit in die Mitte vom Wohnzimmer zu kommen. Sie tat es, eine Augenbraue hochgezogen. Ich stellte mich vor sie, griff dann nach hinten zu ihren Händen und umfasste sie. Dann schlang ich meine Arme um mich und nahm ihre mit. Regina war größer als ich aber nicht so groß wie Robert. Deswegen passte es nicht ganz. Roberts Arme hatten bequem an meiner Seite gelegen, ihre waren etwas zu niedrig. Es fiel mir erst jetzt auf, wie viel das ausmachte.
Doch Regina verstand und hielt mich fest. Ich entspannte mich, lehnte mich etwas gegen sie. Ihre Brüste waren natürlich viel weicher als Roberts Brust, doch ich seufzte auf, entspannte mich. Und wie Robert beugte Regina den Kopf und legte ihren an meinen.
Eine Gänsehaut lief über meine Arme. „Das hat er auch gemacht“, flüsterte ich.
Sie rührte sich nicht. „Seinen Kopf gegen deinen gelegt?“
Ich nickte ganz leicht und spürte, wie meine Wangen heiß wurden. So eng.
„Und wie hat es sich angefühlt?“, fragte Regina leise.
Ich schluckte gegen den Kloß in meinem Hals. Es war wunderbar gewesen, hatte mich runtergeholt aus dem Chaos in mir. Angenehm hatte es sich angefühlt, beinahe geborgen. Als ob nichts mir etwas anhaben konnte, wenn wir so standen. Ich schluckte. Wenn ich es Regina nicht eingestehen konnte, wem dann? „Sicher“, flüsterte ich.

Wie geht es weiter im Oktober? Freitag beenden, Samtag und Sonntag genauer Planen

Veröffentlicht unter Schreibfortschritt | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen