Kittelkurier – Sprachorgan für Mundschutzträger (Blogsoap)

Ja, ich geb’s zu. Offiziell heißt mein Arbeitgeber schlicht Defihausener Nachrichten, aber ich habe schon so viele Namen für unser Blättchen gehört, da sind Pillengazette, Skandalblatt oder OP-Journal noch die Netteren. Aber bei den Bewohnern von Defihausen, da läuft die Zeitung meistens unter Kittelkurier. Zurecht – denn wir halten nichts hinter dem Mundschutz.

Defihausen zieht irgendwie die ganzen illustren Gestalten der Medizin und der Blogs an. Und was hier immer los ist! Ich denke da nur an die Sache mit Ämpee und dem abgebissenen Daumen. Ganz nach meinem Geschmack!
Mein Glück, daß die anderen in der Redaktion so gar nichts damit am Hut haben und mir liebend gern die ganzen blutigen Details überlassen.

Wer sind „die andren“?

Der „Chefredakteur“ – Günther ist sein Name, ihm gehört auch der Laden. In der Redaktion heißt er nur Kuli. Nicht, weil er mit denen schreibt, sondern immer damit wirft, wenn etwas nicht nach seiner Schirmmütze läuft. Was irgendwie dauernd passiert.

Der Praktikant heißt eigentlich Marko, aber wir nennen ihn nur Bleistift, weil er so oft unangespitzt in den Boden gerammt wird.

Unsere Putzfrau, Erna, ist unentbehrlich. Nicht nur, weil sie die ganzen Kulis aus den hintersten Ecken wieder hervorfischt, damit neue Munition da ist, sie ist auch eine unerschöpfliche Quelle für Klatsch und Tratsch. Liegt wohl daran, daß sie nicht nur bei uns sondern auch in der Rettungswache wie auch im Krankenhaus putzt.

Und ich natürlich – Federkiel. Mein richtiger Name tut nicht zur Sache, alle nennen mich nur Federkiel. Warum? Weil ein Händchen dafür habe, Informationen aus Leuten herauszukitzeln. Zuhause bin ich kaum, ich schlafe meistens in der Redaktion, da kriege ich besser mit, was passiert. Und weil ich so neugierig bin, trage ich morgens die Zeitungen aus … ihr glaubt ja gar nicht, was man da alles über die Leute rauskriegt!

Ein weiterer Grund, warum ich nicht so viel zu Hause bin, ist Flora. Seit sie mit eingezogen ist, habe ich da keine ruhige Minute mehr, sie sabbelt ohne Ende. Wenn alles klappt, wird sie wohl in ein paar Tagen im Krankenhaus als Praktikantin anfangen. Prost Mahlzeit.

Ich gehe jetzt mal ein bißchen spionieren recherchieren. Der neue Notarzt interessiert mich … Er wollte heute eigentlich mal vorbeischauen, aber vielleicht gab’s einen Einsatz. Mal sehen, wie er sich in der ersten Woche so schlägt.

Bin dann mal weg in der Null-Linie … Oder bei jemandem zuhause. Irgendwo ist immer Party …

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22 Antworten zu Kittelkurier – Sprachorgan für Mundschutzträger (Blogsoap)

  1. *lach* schön geschrieben 🙂 Ich hoffe echt, wir wissen, was wir hier tun 🙂

  2. chefarzt schreibt:

    Ich war tatsächlich heute nachmittag kurz da. Der „Kuli“ hat mir freundlich ein paar Räume gezeigt. Beeindruckend für so ne Kleinstadt. Der hat dann so viel auf mich eingeredet, dass ich schnell wieder das Weite gesucht habe. Du warst aber irgendwie auf Recherche hat der Kuli gesagt.
    Heute abend ist auf jeden Fall ne kleine party beim Bernibernado am See. Wird sicher ganz nett …

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  4. Federkiel schreibt:

    @ Paul: Ich find’s auch mal gut, das nicht immer vorher zu wissen. Läßt sich doch spannend an!
    @ Chefarzt: Ja, ich bin recht häufig unterwegs, heute im Klinikum bei uns. Da ist was Großes im Gange!

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