Kittelkurier – Un(t)ergründliche Skandale in Defihausen (Blogsoap)

Defihausener Nachrichten, Abend-Eilausgabe, Mittwoch 20. Oktober 2010
über Irren und Wirren im Defihausener Untergrund …
von Federkiel

Explosionen erschüttern Defihausen, verletzten dabei unbescholtene Bürger. Wassermassen zerstören die Kanalisation und Kindergartenkinder verprügeln Ärzte! Was ist los in unserem beschaulichen Städtchen?
Gerüchte sprechen von Strahlungsexperimenten, korrupten Firmen und Filz im Städtischen Krankenhaus. Von Mord an hochrangigen Wissenschaftlern und Mutanten in der Stadt. Viele besorgte Bewohner fragen sich nun – was ist da wirklich dran?
Nicht zuletzt der unermüdlichen Recherchearbeit und dem Einsatz von Leib und Leben der Mitarbeiterin dieser Zeitung ist es zu verdanken, daß jetzt einige der Hintergründe der Ereignisse der letzten Tage nun aufgedeckt sind.

Doktor Hubertus Heimlich, Mitarbeiter der klinischen Labore des hiesigen Krankenhauses, versprach brisante Enthüllungen, um seine Enkeltochter (M., 4 Jahre) zu schützen. Er berichtete von veränderten Tieren und Menschenexperimenten mit Strahlen, führte die Presse in das geheime Labor. Doch keine seiner Behauptungen konnte im Nachhinein mit Fakten untermauert werden.
Strahlung im Kindergarten? Dafür hatte die Kindergärtnerin, Basadai, nur ein müdes Lächeln übrig. „Das Gebäude“, sagt sie, „wurde wegen der Gänge, die hier dicht unter der Oberfläche verlaufen, auf eine riesige Metallplatte gesetzt. Da strahlt nichts durch.“ Die Wehrhaftigkeit ihrer Kinder führt sie auf das exzellente Training zurück.
Und die Mutanten? Der See wurde nach gründlicher, tagelanger Suche wieder freigegeben, da sich die Existenz der Süßwasserhaie nicht bestätigte. Und weder im Tierheim noch in der Tierklinik sind abnorme Spezies aufgetaucht (Gremlins nicht mitgerechnet).
Nach mehrfacher Rückfrage war auch Klinikchef Professor Trollbach zu einer Stellungnahme bereit. Er bestätigte, daß der Leiter des Klinischen Labors, Doktor Hubertus Heimlich, wegen psychischer Probleme auf unbestimmte Zeit beurlaubt werden mußte. Er sei schon lange dafür bekannt gewesen, in einer Parallelwelt zu leben, vermutlich erzeugt durch eine unbehandelte Internetsucht.
Die geschlossene Abteilung der Psychiatrie verwehrte indes der Presse den Zutritt mit der Begründung, Doktor Heimlich benötige zur Genesung absolute Ruhe. Man versichere aber, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.
Auch auf die Frage, warum in den Labors des Klinikums mit Pfeilen geschossen werde, wußte Trollbach eine plausible Erklärung: „Da haben sich die Jungs vom Sicherheitsdienst einen Spaß mit Ihnen erlaubt. Sie jagen gerne Leuten mal einen Schrecken ein.“

Was ist nun wirklich geschehen? Wenn es Beweise gegeben hat für Mord, Menschenexperimente und unlautere Machenschaften, so sind sie durch den heldenhaften Einsatz des Chefs der Leitstelle, zwei eingeschlossene Defihausener Mitbürger zu retten, weggeschwemmt worden.
Fakt ist, daß Gänge existieren, die weite Teile von Defihausen unterirdisch verbinden. Dem Rathaus ist das schon lange bekannt, es existieren bereits Pläne, eine U-Bahn zu bauen oder einen unterirdischen Flughafen. Doch es wird noch Tage, wenn nicht Wochen dauern, ehe dieser Bereich unserer Stadt wieder zugänglich ist und die Wassermassen abgeflossen sind.
So werden wir wohl nie sicher erfahren, was sich in den letzten Tagen wirklich im Untergrund von Defihausen abgespielt hat. Die Bewohner sollten sich jetzt wieder wichtigeren Dingen zuwenden, wie zum Beispiel dem Feiern von Parties oder dem Tuning medizinischer Geräte.
Und sie tut es auch. Und wo? Hier.

Wer alles über die Erlebnisse in Defihausen lesen will, findet das in der Zentrale beim Monsterdoc.

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8 Antworten zu Kittelkurier – Un(t)ergründliche Skandale in Defihausen (Blogsoap)

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  3. chefarzt schreibt:

    Ja, so ähnlich sehe ich das ganze auch …

    Übrigens: Daumen hoch für den unterirdischen Flughafen …

  4. Federkiel schreibt:

    @chefarzt: Was ich mich mächtig ärgert, ist die Sache mit Heimlich. Ich weiß doch, was ich gesehen habe! Aber als GottderAffen da unten war, lag da keine Leiche. Naja, vielleicht versuche ich noch, in die Psychiatrie reinzukommen … irgendwie.
    Und die Sache mit dem Flughafen ist doch nur eine Frage des Einflugtunnels, oder?

  5. Pingback: Traum oder Albtraum? « Tpatsch's Blog

  6. Pingback: "Für eine handvoll Pillen" - Feuerwehr Defihausen - PRESSEMITTEILUNG - retterweblog.de

  7. Weissbart schreibt:

    Endlich passiert mal was in Defihausen. Ich dachte schon., dass die komplette Redaktion im Untergrund verschwunden war.

    • Federkiel schreibt:

      Hallo Weissbart, willkommen auf meinem Blog!
      Ja, wir waren abgetaucht (fast im wahrsten Sinne des Wortes!), aber alle sind wieder da. Mal sehen, wann wir da wieder runtergehen können. Bis dahin müssen wir uns anders beschäftigen 🙂

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