Woche 11/2011: Planungssicherheit

Worum es geht, ist hier zu finden. Eine Übersicht über die vergangenen Wochen gibt diese Seite.

Was lag an? Die Planung für den Roman-Dienstag machen, und dann Johannas Vormittag beschreiben. Vielleicht komme ich bis zu Roberts erster kurzer Szene am Mittag.

Was geschafft? 59k Frakturen (Johannas Morgen und Vormittag).
Johannas Morgen war etwas schwierig zu schreiben, denn jetzt beginnt die Phase, wo für sie alles aufeinander aufbaut (bzw. alles gezielt den Bach runter geht). Eines ergibt das nächste. Ich darf hier nicht zu langsam sein, aber auch nicht zu schnell. Das muss gut abgestimmt sein, sonst geht es am Ende nicht zusammen. Also Planen!
Nach dem Dienstag bin ich gleich dabei geblieben und habe jetzt alles bis zu dem erlösenden Telefonat mit Robert am frühen Donnerstag Abend in Szenen verpackt. Noch ein bisschen umgestellt. Und jetzt, wo der Plan fertig ist, habe ich das Gefühl, ich könnte wirklich mit dem Jammertal bald fertig sein!
Ich freue mich, morgen weiter zu schreiben!
Den freien Tag gestern habe ich nicht gebraucht, ich wollte noch die Szene zu Ende schreiben. 🙂

Fazit? Ich weiß, wohin der Text geht, läuft es runder.

Textausschnitt: Woche 6, Dienstag, 25. Mai 2009, Morgens (Krankengymnastik)

Ich blieb vor der Praxistür stehen. Was tat ich hier? Warum kam ich überhaupt noch her? Es war doch eh alles egal, es brachte alles nichts. Der Puls schlug in meiner Hand, und sie zog auch ordentlich. Wie würde wohl die Übungen werden? Ich stieß die Tür auf und ging hinein. Vielleicht lenkten sie mich ab.
„Guten Morgen Frau Escher!“ Marlene kam auf mich zu, lächelte.
„Morgen“, brummte ich.
„Oh“, machte sie. „Haben Sie wieder nicht gut geschlafen?“
Ich sah Scheiße aus, die Haare fettig, und ich wollte gar nicht so genau wissen, wie mein Gesicht aussah. Geschlafen hatte ich jedenfalls nach dieser Aktion mit Jules Verne nicht mehr viel. Ich war den Gedanken einfach nicht losgeworden, dass Robert alles gesehen hatte, was in diesem Keller geschehen war. Meine Schwäche, dass ich dem Arschloch meine Hand ausgeliefert hatte, meine bescheuerten Versuche, ans Wasser zu kommen.
Jede peinliche Kleinigkeit …
Ich presste die Lippen aufeinander und ging an Marlene vorbei und legte mich auf die Behandlungsliege. Unwillig, sie anzusehen, starrte ich gegen die Decke. Warum hatte mich das so schlimm erwischt gestern? Mittags bei der Sprechstunde war es doch in Ordnung gewesen! Da hatte ich sogar das Gefühl gehabt, seine Stimme … hielt mich irgendwie zusammen, hielt mich im Sprechzimmer. Und in der Nacht … machte es mich fertig. Warum? Wo lag der Unterschied?
Marlene kam mir nach, und ich sah aus dem Augenwinkel, dass sie mich anstarrte. Ich schloss die Augen. Dabei sehnte ich mich so sehr danach, ein bisschen Ruhe zu finden. Aber mit Roberts Stimme ging das nicht mehr.
Er hatte mir das genommen, weil er dieses verfluchte Video angesehen hatte. Die ganze Situation, der Schmerz, die Verletzungen, dass er das gesehen hatte, es machte mich rasend, doch die Wut hielt die Erinnerungen nicht mehr fern. Nicht mehr. Warum tat er mir das an? Warum hatte er sich das auch sehen müssen?
Wie gut, dass ich ihn den Rest der Woche nicht sehen musste. Ich wäre ihm an die Gurgel gegangen.

Was steht als nächstes an? Da Robert Johanna zuerst noch (telefonische) Impulse gibt, werde ich erstmal bei seinen Szenen bleiben, vielleicht sogar bis zur Auflösung der aktuellen Krise.
Freier Tag: Sonntag

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