Woche 14/2011: Widerstand ist zwecklos

Worum es geht, ist hier zu finden. Eine Übersicht über die vergangenen Wochen gibt diese Seite.

Was lag an? Roberts Mittwoch, dann mit ihm weiter bis zur Auflösung der aktuellen Krise.

Was geschafft? 23k Frakturen (Roberts Dienstag beendet, erste Mittwochs Szene).
Nicht viel geschafft diese Woche, aber das war mit Ansage, daher bin ich zufrieden mit der „Ausbeute“. Auch dieses Mal war wieder eine Szene dabei, in der sich jemand in die Szene gedrängt hat, die eigentlich nicht vorgesehen war. Selbst Robert hatte Widerstand dagegen … aber wir haben nachgegeben 😉

Textausschnitt: Woche 6, Mittwoch, 26. Mai 2009, früher Nachmittag (Krankenhaus)

Robert ließ sich in den Stuhl zu rück fallen und wischte über sein Gesicht. Vielleicht sollte er mit Koll tauschen, damit er wieder an den Tisch kam heute, wenigstens etwas Ablenkung. Aber so richtig gut hatte das seinem Bein auch nicht getan. Verfluchte Zerrung. Es wäre vernünftig, Koll zu bitten, sich das man anzusehen, er war erfahrener mit Knien als er selbst. Aber Robert wollte das Risiko nicht eingehen, dass der Leitende ihn aus dem Verkehr zog oder aus dem OP-Plan raus ließ.
Robert senkte den Blick wieder in die Akte. Obanski kam in den Raum, grüßte ihn kurz und nahm sich einen Kaffee. Sie setzte sich neben ihn. Er sah kurz zu ihr hin, wandte dann aber ganz den Kopf, weil sie ihn so merkwürdig ansah. „Was?“

Sie trank den Kaffee in langen Schlucken. „Hast du kurz Zeit?“
„Wofür?“
„Ich möchte mir was ansehen und da musst du dabei sein.“
„Melanie, was soll das?“ Er zog die Augenbrauen zusammen.
Sie zuckte unbeeindruckt die Achseln, trank den Kaffee aus. „Hatte nur gedacht, wir gehen mal in den Ultraschallraum.“ Sie lächelte kurz. „Ist etwas unbequem, sich selbst zu schallen, oder?“
Robert fuhr hoch. „Hat Anne dich angestachelt, oder was?“
„Anne? Nein.“ Obanski lächelte wieder. „Unser humpelnder Oberarzt ist das Topthema heute.“
Robert fiel in die Lehne zurück. „Habt ihr nichts Besseres zu tun?“, maulte er.
Sie grinste jetzt. „Es kursieren die schönsten Gerüchte, was wohl passiert ist.“
Er wollte die nicht hören, es war ihm sowieso klar, dass sie alle mit Frauen und Sex zu tun hatten. Er seufzte. Aber es hatte nur mit einer Frau zu tun. Wenn er nicht so in Sorge gewesen wäre, hätte er auf der Beinpresse gestern besser aufgepasst und …
„Also, was ist? Ich habe eine halbe Stunde.“
Es wäre gut, wenn jemand beim Ultraschall half. Und besser Obanski als Koll. Schnell sah er auf die Uhr, dann nickte er widerstrebend.
Obanski nickte und lächelte etwas. Sie stand auf, hielt ihm die Hand hin, um ihm aufzuhelfen. Robert ignorierte das und hievte sich aus dem Stuhl hoch. Ein Stich fuhr durch sein Knie, doch er schaffte es, nicht zusammen zu zucken. Was für eine elender Mist.
Sie gingen zum Ultraschallraum, und Robert versuchte, nicht zu humpeln, aber so ganz gelang ihm das nicht. Er schloss den Raum hinter ihnen ab.
Obanski betrachtete ihn von oben bis unten, und auf einmal grinste sie. „Das wollte ich immer schon mal zu meinem Oberarzt sagen: Hose runter!“

Was steht als nächstes an? Roberts Mittwoch zu Ende, dann mit ihm weiter bis zur Auflösung der aktuellen Krise (Donnerstag Abend).

Randbemerkung der Woche: Händeringend jeder Woche was Neues abgewinnen zu wollen, funktioniert nicht recht, da sich die Problemstellungen des Textes im Augenblick kaum ändern. Ich mache das nur noch, wenn es was zu sagen gibt. Kein starres Konzept mehr.

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