Woche 18/2011: Teilsieg

Worum es geht, ist hier zu finden. Eine Übersicht über die vergangenen Wochen gibt diese Seite.

Was lag an? (Immer noch) Roberts Mittwoch zu Ende, dann mit ihm weiter bis zur Auflösung der aktuellen Krise.

Was geschafft? 67k Frakturen (Roberts Donnerstag).
Ja, geschafft! Der Herr Chirurg hat sein tiefes Tal durchschritten und durfte seiner Angebeteten zur Hilfe kommen. Es war schwierig, genau dort aufzuhören, wo er wieder in ihre Wohnung kommt, aber das muss sein. Ihr Part fehlt schließlich noch, und ich bin sicher, während des Schreibens wird sich da vieles ergeben, das ich mir jetzt noch nicht vorstellen kann. Und diese erste Szene mit beiden kann ich erst dann schreiben, wenn ich die Erlebnisse beider Figuren habe.
Umzusteigen auf Johanna wird schwer werden, Robert fiel mir schon immer leichter. Ich werde eine Weile brauchen, bei ihm auszusteigen und mich wieder auf Johanna und ihre Wut einzulassen.

Fazit? Es fühlt sich saugut an, mal wieder was fertig zu kriegen 😀 Und sei es nur ein Teilstück.

Textausschnitt: Woche 6, Donnerstag, 28. Mai 2009, Mittags (Elisabeth Krankenhaus)

„Krankengymnastik Dranhold, guten Tag.“
„Robert Hoffmann hier. Sie haben angerufen, Frau Dranhold.“
„Doktor Hoffmann“, säuselte sie. „Dass wir uns so schnell wieder hören.“
Hatte sie etwa nur angerufen, um ihn wieder anzubaggern? „Was kann ich für Sie tun?“, fragte er eisig.
Marlene seufzte. „Unsere Problempatientin.“
Wie konnte sie es wagen, so von Johanna zu sprechen? Doch er sagte nur: „Ja?“
„Frau Escher ist heute wieder nicht gekommen. Ich wollte wissen, ob Sie …“
„Wieder nicht?“, unterbrach er sie. Sein Magen zog sich zusammen. „Was heißt das?“
„Gestern war sie auch nicht da.“
„Und da rufen Sie mich erst jetzt an?“, fragte er gepresst.
„Naja“, wich sie aus. „Es … es kommt ja immer mal vor, dass ein Patient das vergisst, oder so.“
„Und ist das vorher schon bei Frau Escher vorgekommen?“
„Nein, aber …“
„Warum habe Sie dann gestern nicht schon angerufen?“ Roberts Magen war ein fester Klumpen. Seine Gedanken jagten. Also war Johanna schon seit zwei Tagen nicht bei der Krankengymnastik gewesen. Warum? Ging es ihr so schlecht, dass sie nicht aus dem Haus gehen konnte? Oder war ihr alles so egal, dass es sie nicht mehr kümmerte? Oder …
„Weil das immer mal vorkommt“, sagte Marlene, „auch bei den zuverlässigen Patienten.“
Robert schloss die Augen. Er musste zu ihr, egal, was er Matthias versprochen hatte. Wenn sie nicht mehr zur Krankengymnastik ging, änderte das alles. Dann würde sie auch nicht zu Matthias gehen morgen. „Was ist mit Dienstag?“
„Da war sie da.“
Kapierte die Frau gar nichts? „Und wie ging es ihr da? Ist Ihnen was aufgefallen? Wie … wie war sie drauf?“
„Angriffslustig“, sagte Marlene sofort. „Und die Bewegungen gingen nicht so gut, sie war da etwas zögerlicher als gewöhnlich.“
„Hatte sie Schmerzen?“
„Sicher“, seufzte Marlene. „Und es kam mir mehr vor als Montag oder überhaupt sonst.“
Robert kniff die Lider zusammen. Scheiße. „Und warum haben Sie mir das nicht gesagt?“
„Doktor Hoffmann“, versetzte sie, „wenn ich jedes Mal anrufen würde, wenn etwas außer der Reihe ist, würden wir dauernd telefonieren.“
„Tun sie das zukünftig“, schnappte er. „Bei Frau Escher. Verstanden?“
„Meine Güte“, murmelte sie fast unhörbar. „Ja, sicher, ist kein Problem“, sagte sie laut. „Mache ich.“
„Frau Dranhold.“ Robert zwang sich zu einem versöhnlichen Ton. „Es tut mir leid, ich wollte Sie nicht so anfahren. Ich bin froh, dass Sie angerufen haben. Es ist nur …“ Was, verdammt, sollte er sagen?
„Ja?“ Auf einmal klang sie neugierig.

Wie geht es weiter? Wieder etwas Abstand gewinnen von Robert, Einarbeiten in Johanna. Weiter im Text (Dienstag Nachmittag).

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