Snoopy’s Lessons (3): Inhalt über Form

Fannie Flagg in „Snoopy’s Guide to the Writing Life“:

[…] I discovered that writing is not about degrees or vocabulary or diagramming a sentence. It is simply about the desire to tell a story.

Jein.
Wenn ich auf der anderen Seite des Blatts stehe, als Teil einer Jury zum Beispiel, dann ist es mir nicht egal, ob die Sätze grammatikalisch falsch sind, viele Rechtschreibfehler im Text sind oder lauter Wortwiederholungen vorkommen. Das stört dann meinen Lesefluss, weil es die Aufmerksamkeit auf die Worte lenkt und weg von der Geschichte.
Es ist keine Schande, wenn man sich mit Rechtschreibung und Grammatik nicht so gut auskennt, aber wenn man eine Story gut genug findet, sie irgendwo hinzuschicken, könnte man ja vorher mal jemanden darüber lesen lassen … der Großteil dieser stilistischen Ausfälle lässt sich ja leicht beheben.

Wenn allerdings das Herz in der Geschichte fehlt, wenn man ihr anmerkt, dass sie ohne Herzblut entstanden ist … dann kann sie orthographisch noch so perfekt sein, dann erreicht sie mich als Leserin auch nicht. Und dieser Mangel lässt sich nicht so leicht beheben.

Dann doch liber Rechtschreipfeler 🙂

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2 Antworten zu Snoopy’s Lessons (3): Inhalt über Form

  1. Eva Maria Nielsen schreibt:

    :-)…also ich habe mir neulich einen Ratgeber für die neue deutsche Rechtschreibung gekauft…aber ich denke es ist eine gute Mischung, die ein tolle Story ausmacht. Ohne handelnde Personen passiert sowie so nichts….

  2. Federkiel schreibt:

    @Eva Maria: Solange sich die Fehler in Grenzen halten, dass man sich noch in die Story fallen lassen kann, ist alles in Ordnung, denke ich. Dann nimmt einen die Geschichte mit, und so soll es ja auch sein. Nur kein Augenmerk auf die Worte lenken 😉

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