Woche 24/2011: Wie von selbst

Worum es geht, ist hier zu finden. Eine Übersicht über die vergangenen Wochen gibt diese Seite.

Was lag an? Den Text jetzt insgesamt noch mal lesen seit dem Rausschmiss, Notizen machen, damit die Konsistenz erhalten bleibt. Die kommenden zwei Romanwochen neu planen.

Was geschafft? 56k Frakturen (Donnerstag Abend).
Nichts weiter gelesen, das Planen verschoben. Wieso? Ich habe es viel zu sehr genossen, dass die beiden endlich wieder beieinander sind, um jetzt mit dem Schreiben der Szene aufzuhören. Ein Teil folgte dem nächsten, wie von selbst. Da sollte man nicht bremsen 😀
Aber sobald das durch ist, geht nichts daran vorbei. Es sind zwei Abschnitte zu planen, erstmal die kommenden Tage (Freitag bis Montag), dann die nächsten Wochen.

Textausschnitt: Woche 6, Donnerstag, 28. Mai 2009, Abend (Johannas Wohnung)

Sobald er von Essen sprach, zog sich mein Magen zusammen. Ich war nicht sicher, ob mir schlecht war oder ich Hunger hatte. Zumindest heute hatte ich noch nichts gegessen. Und gestern? Ich wusste es nicht mehr.
Ich musste essen.
Aber Essen war so normal, Essen war etwas für Leute, denen es gut ging. Nicht für mich. Und doch wollte ich leben, wollte das wieder in den Griff kriegen, wollte mein Leben zurück. Dann musste ich auch essen.
Ich schauderte, spürte Roberts Arm um meine Schultern, fühlte den weichen Stoff seines Hemds unter meiner Wange. Das Essen war nicht das, was mir Angst machte. Doch ich musste Robert loslassen, wenn wir was essen wollten.
Aber ich wollte ihn nicht loslassen.
Ich hatte Angst, dass ich mich nicht trauen würde, mich wieder an ihn zu lehnen. Nur um zu essen. Das war es einfach nicht wert.
„Jo?“, fragte er leise. „Wir müssen was essen.“
Ja, mussten wir.
Doch ich konnte mich nicht rühren. Dabei lag es doch an mir. Ich konnte doch … später … das wieder … Mein Magen verknotete sich erneut, weil die Sehnsucht nach Robert mir Angst machte. Wie war es geschehen, dass ich so auf ihn angewiesen war? Ich mochte das nicht. Wollte das nicht, auf jemanden angewiesen sein.
Und doch blieb die Angst, Robert loszulassen. Ich seufzte auf, klammerte mich an seine Hand. Sein Herz schlug ruhig, langsam und so wunderbar tief. Sicher.
„Jo?“, sagte er leise. „Wir essen was, OK?“ Er drückte meine Hand. „Ich gehe nicht weg, Jo, ich bleibe da, so lange du willst. Aber wir müssen was essen.“
Mein Hals war so eng, dass ich nicht schlucken konnte. Er blieb, so lange ich das wollte. Und ich wollte. Aber ihn jetzt loslassen? Sein Herz nicht mehr hören? Ich hatte Angst, schreckliche Angst, dass mich dann die Bilder wieder erdrückten. Und wenn er mich losließ … irgendwann würde ich ihn ansehen müssen. Und auch davor hatte ich Angst.

Was geht es weiter? Den Donnerstag Abend zu Ende schreiben, dann doch mal die kommenden Romantage planen.

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