Woche 33/2011: Zeitfressende Planungen

Worum es geht, ist hier zu finden. Eine Übersicht über die vergangenen Wochen gibt diese Seite.

Was lag an? Den Freitag schreiben. Dann wird es wirklich Zeit für die genauere Planung der nächsten Wochen!

Was geschafft? 35k Frakturen (Freitag morgen).
Der Tag ist zu Ende, mehr ist es dann nicht geworden. Dafür ist die Planung für das lange Wochenende endlich spruchreif und die nächsten zwei Wochen in grober Planung fertig. Die Szenendichte pro Romantag wird wieder etwas abnehmen, jetzt wo die kritische Phase vorbei ist.

Textausschnitt: Woche 6, Freitag, 29. Mai 2009, sehr früher Morgen (Johannas Wohnung)

„Jo“, sagte Robert, „du musst ins Bett, du kannst ja kaum die Augen aufhalten.“
Ich zuckte zusammen, und mein Magen verkrampfte sich wieder. Bett … schlafen … Das bedeutete nur, dass ich wieder und wieder davon träumen würde. Selbst mit Robert auf dem Sofa hatte ich davon geträumt, heftig geträumt, doch ohne ihn …
„Soll ich bleiben? Bis du eingeschlafen bist?“
Ich würde es so gerne, schlafen. Ich wusste nicht, ob ich es ohne Robert konnte. Aber er saß doch schon so lange bei mir, Stunde um Stunde. Ich blinzelte, bis ich die Uhr erkennen konnte. Fast halb zwei. Ich stöhnte leise auf. Mitten in der Nacht, und er war immer noch da. Er musste doch morgen wieder ins Elisabeth.
Robert strich über meine Finger. „Ich tue es gerne, Jo“, sagte er leise, als hätte er meine Gedanken gespürt.
Ich schluckte, dann holte ich stockend Luft. Schlafen … doch ohne Robert … ohne ihn ging es nicht. Nicht heute. Ich nickte schwach.
„Gut.“ Er drückte meine Hand. „Willst du noch ins Bad?“
Robert betrachtete mich von der Seite, doch ich konnte ihn nicht ansehen. Es war mir zu peinlich, was ich hier veranstaltete. Es war doch albern, noch nicht einmal allein ins Bett gehen konnte ich. Nicht allein schlafen. Ich schauderte wieder. Ich musste ihm völlig lebensunfähig vorkommen, doch ich nickte.
Robert stand auf, meine Hand noch immer in seiner, und ich zog mich hoch. Ich wollte nicht, dass er mich bis ins Bad brachte und ließ seine Hand los. Doch es war so ein Schock, diesen Halt zu verlieren, dass ich doch wieder schwankte. Mein Hals schnürte sich zusammen.
Abhängig.
Abhängig von Robert.
Ich wollte das nicht. Und doch konnte ich es nicht ändern. Schon der Gedanke, allein die Augen zu schließen, ohne seine Nähe, ließ mich wieder schaudern. Heute brachte ich die Kraft nicht mehr auf, ohne Robert klar zu kommen. Nicht heute Abend. Ich wandte mich ab in Richtung Bad. Ich ging nur langsam, doch Robert blieb hinter mir im Wohnzimmer zurück. Ich schob die Badtür hinter mir zu, erstarrte. Da war keine Stange in meiner Badewanne, nein, da war keine. Ich wusste es genau. Und doch sah ich sie, so deutlich, dass ich sicher war, dass ich sie berühren konnte, wenn ich nur die Hand ausstreckte.
Kaum war Robert nicht mehr in meiner Nähe, kam alles sofort wieder. Doch er konnte mir nicht helfen, nicht hier drin. Mein Hals schnürte sich zusammen, aber ich schluchzte trotzdem.
Meine Hose runter ziehen … Ich fing an zu zittern.

 Was geht es weiter? Den Freitag schreiben, soweit ich komme.

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