Lesen oder nicht lesen, das ist hier die Frage

Letztens stand in der Zeitung ein großer Artikel über ein Buch, das jetzt rauskommen sollte.

Es ist von Susanne Preusker mit dem Namen „Sieben Stunden im April“. Sie schildert darin, sagt der Artikel, die Stunden in Gefangenschaft eines Gewaltverbrechers und die Zeit danach, die sie gebraucht hat, das Unvorstellbare zu verarbeiten.

Ich musste erstmal schlucken, als ich das las.
Darum geht es in meinem Projekt auch: wie Johanna es schafft, mit der Gefangenschaft und der Gewalt gegen sie fertig zu werden.(siehe Schreibfortschritt und hier auf meiner Homepage).

Nun liegt das Buch hier, und ich bin nicht sicher, ob ich es als Recherche lesen soll. Ich habe glücklicherweise keine eigenen Erfahrungen mit Gewaltverbrechen, aber durch meine Protagonistin habe mich intensiv damit beschäftigt. Für Johanna habe ich einen schlüssigen Weg gefunden, denke ich, wie sie das verarbeitet, was ihr passiert ist. Wird das Buch von Susanne Preusker mir helfen, neue Einsichten zu dem Thema zu gewinnen? Oder wird mich das verunsichern, wenn ich das lese, weil sie das ganz anders angegangen ist?

Richtig oder falsch gibt es ja glücklicherweise nicht, meine Protagonistin ist eine Figur und sicher ganz anders angelegt als die Autorin des Buchs. Keine Gefahr also, dass ich alles falsch gemacht habe, oder?

Und doch ist das Buch noch eingeschweißt … Soll ich oder soll ich nicht?

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