Schreiben im Dezember 2011 – Stückelarbeit

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“. Nach den wöchentlichen Berichten zu Beginn des Jahres beschreibe ich jetzt den monatlichen Fortschritt.

Was lag an? Samstag zu Ende und dann doch endlich weiter planen, das ist im NaNo untergegangen.

Was geschafft? 58k Frakturen (Roman-Samstag).
Gut wie es im November ging, im Dezember zahlte ich den Preis. Vieles habe ich für den NaNo nach hinten geschoben, das musste irgendwann nachgeholt werden. Und so wurde der Dezember ein schlechter Schreibmonat und weiter geplant habe ich auch nicht (war ja auch nicht nötig, da es nicht voran ging 😉 ).
Gegen Ende wurde es jetzt so wenig schreibtechnisch, dass ich richtig Entzugserscheinungen kriegte. 🙂

Fazit? Wenn das Schreiben nicht in den täglichen Ablauf passt, stockt es.

Textausschnitt: Woche 6, Samstag, 29. Mai 2009, Nachmittag (Johannas Wohnung)

Robert umfasste Johannas Finger. Sie hatte mit ihm gescherzt, ein wenig, aber spontan. Und es hatte Johanna so überrascht, dass die jetzt weinte. Aus Freude, hoffte er. Und weil es ihr Hoffnung machen würde.
Johanna klammerte sich an seine Finger. Langsam hob sie den Blick. Auch wenn Tränen aus ihre Augen liefen, sie sah gerade nicht verzweifelt und hoffnungslos aus, es war eindeutig Überraschung in ihrem Gesicht. Robert sagte nichts, zeigte ihr einfach seine Freude über diesen kleinen Scherz.
Alles in ihm drängte, sie in die Arme zu schließen und sie ganz fest halten. In ihr Ohr zu flüstern, wie sehr ihn das freute, dass es aufwärts ging. Sie hochzuheben und im Kreis zu drehen, bis sie vor Vergnügen quietschte. Doch er tat nichts davon, er hielt nur ihre Hände, strich mit seinen Daumen über ihre Finger und lächelte.
Johanna lächelte nicht, und ihre Lippen zitterten ein wenig. Noch immer stand die Ungläubigkeit in ihrem Blick, doch er sah auch etwas Freude darin.
„Und was jetzt, Hanna?“
Johanna reagierte nicht auf Reginas Einwurf, und Robert sah aus dem Augenwinkel, wie Regina sich zu ihnen umdrehte. Johanna musste es ebenfalls sehen, doch sie rührte sich nicht, sah ihn einfach weiter an.
Regina kam einen Schritt näher, und auch sie sah jetzt überrascht aus, sie beide hier so stehen zu sehen. Robert merkte, wie ihr Blick von ihren Gesichtern zu ihren Händen und zurück huschte.
„Hanna? Was …“ Regina verstummte.
Johannas machte keine Anstalten, ihn loszulassen, also sagte er leise, den Blick noch immer auf ihr Gesicht gerichtet: „Es ist gerade etwas Wundervolles passiert.“
Johannas Augen wurden wieder feucht, als er das sagte. Sie presste die Lippen aufeinander, doch sie brach den Blick mit ihm nicht.
„Ja?“ Regina schaute auf Johanna, die Stirn gerunzelt.
„Ja“, bestätigte Robert und strich über Johannas Finger. Er wollte es ihr überlassen, ihrer Freundin davon zu erzählen, doch Johanna sah ihn nur an, bewegte sich nicht. Robert war nicht sicher, ob er das weiter ausführen durfte, und so schwieg er.
Johanna holte stockend Luft, dann entspannte sich ihr Gesicht etwas. Und wieder lag ein kleines Lächeln um ihre Lippen. Sie drückte seine Finger zurück, dann ließ sie ihn los und wandte sich Regina zu.

Was geht es weiter? Samstag zu Ende und dann die Planung des restlichen Wochenendes.

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2 Antworten zu Schreiben im Dezember 2011 – Stückelarbeit

  1. medizynicus schreibt:

    Hmmm. Spannend, Dein Projekt. Wenn ich Deine Statistiken ansehe, dann muss das Ding doch inzwischen tausende von Seiten lang sein oder zumindest den üblichen Umfang eines Taschenbuches weit überschreiten? Bist Du schon soweit, es irgendwo einzureichen? Was denkst Du, wie lange Du noch brauchen wirst?

  2. Petra schreibt:

    Hallo Medizynikus! Willkommen auf meinem Blog 🙂
    Es wurde mir beim Schreiben bald klar, dass das Projekt nichts ist, das sich als Buch vermarkten lässt. Eine Weile hat mich das gestört, doch ich hatte keine Wahl als das so hinzunehmen, weil es einfach nicht aus dem Kopf raus ging und sich weigerte, sich in eine buchgeeignete Form pressen zu lassen :-). Ich habe aus reinem Spaß weitergeschrieben, mittlerweile sind es um die 6000 Normseiten.
    Solange es Spaß macht, schreibe ich weiter. Aber so langsam rührt sich der Wunsch danach, mal wieder was anderes zu schreiben. 🙂

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