Schreiben im September 2013 – Jahresrekord

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier monatlich über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Den Mittwoch weiter schreiben.

Was geschrieben? 110000 Zeichen Frakturen (Roman-Mittwoch Abend)
Der September war etwas ruhiger, und so konnte ich wieder ordentlich zulegen. Der September ist der schreibstärkste Monat geworden (bisher 🙂 – das im NaNoWriMo ist das etwas eine Wochenleistung 😉 ). Ich bin zufrieden, der Mittwoch ist fast durch, noch eine Szene für Robert am Abend.
Insgesamt drängt es mich danach, voran zu kommen. Meine Planungen sind ja immer sehr ausführlich, aber ich gehe langsam wieder dazu über, nicht alles zu beschrieben sondern auch mal Sprünge zu machen. Gut so!

Fazit? Epische Breite ist gut, aber nicht immer die beste Lösung! 

Textausschnitt: Woche 7, Mittwoch, 03. Juni 2009, Mittag (Elisabeth Krankenhaus)

Robert wagte kaum zu atmen, so sehr spürte er Johannas Anspannung. Sie stand starr, doch ihr Puls schlug hektisch an ihrem Hals, sie atmete viel zu schnell. Ihre Hände zitterten, den Blick unverwandt auf die beiden Hälften des Casts.
Er konnte kaum erfassen, was das für sie bedeuten mochte, den Cast jetzt wegzuwerfen, doch er hoffte, dass sie daraus neue Energie schöpfte. Vielleicht konnte sie mit diesem symbolischen Akt wirklich etwas von der Vergangenheit wegwerfen. Es war mehr als Zeit, dass es aufwärts ging und sie wieder richtig auf die Beine kam.
Nebenan hörte Robert Schwester Margarete arbeiten, weil die Sprechstunde gleich losgehen würde. Er hoffte, dass sie jetzt nicht reinplatzen würde und diesen beinahe feierlichen Moment störte.
Johanna holte so tief Luft, dass sich ihr ganzer Brustkorb hob, dann öffnete sie die Hände, und der Cast fiel in die Mülltüte. Sie keuchte auf, sackte etwas zusammen. Schnell schob Robert den Wagen weg, trat an ihre Seite. Er umfing ihre Hand, die linke, und drückte sie. „Gut gemacht, Jo“, sagte er leise.
Sie stand reglos, atmete noch immer schwer. Doch dann ging ein weiterer Ruck durch sie und sie sah auf. Ihr Gesicht war offen, und er sah das Chaos, das in ihr herrschte, sah Schmerz und Verzweiflung. Aber da war auch Kampfeswille und Stärke. Sie hatte den ersten Schritt gemacht.
Er drückte ihre Finger, trat dann etwas zurück. Er hob ihre Hand, viel zu schnell, doch er traute sich nicht, es langsam zu tun, weil Margarete kommen konnte. Doch er musste es einfach tun und küsste Johannas Handrücken. Dann sah er auf, lächelte breit. Es war geschafft.

Wie geht es weiter? Den Mittwoch beenden und den Donnerstag beginnen.

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