Schreiben im Oktober 2013 – NaNo voraus!

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier monatlich über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Den Mittwoch beenden und den Donnerstag beginnen.

Was geschrieben? 105000 Zeichen Frakturen (Roman-Donnerstag)
Der Oktober war eher vollgestopft, aber es lief trotzdem gut (fast so gut wie im September). Ich habe es tatsächlich geschafft, den Roman-Donnerstag fertig zu kriegen. Ein Tag in einem Monat 😉
Gleichzeitig wirft der November seine Schatten voraus – es ist wieder NaNoWriMo-Zeit! Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, ich wollte unbedingt mit einem „frischen“ Roman-Tag beginnen und hab’s auch geschafft. Die Planungen sind erledigt, und ich gespannt, wie weit ich kommen werde. Doch wenn ich denke, dass ich den Monatsoutput jetzt in einer Woche schaffen soll … öh, das wird hart dieses Mal!

Fazit? NaNo ist immer eine gute Motivation – auf in den Wahnsinn!

Textausschnitt: Woche 7, Donnerstag, 04. Juni 2009, Abend (Taxistand)

Ein Taxi kam an den Stand gefahren, reihte sich hinten ein. Werbung vom Zoo prangte auf der Tür. Im Wagen saß eine Frau, nicht mehr ganz jung, kurze Haare. Das musste sie sein. Robert nahm den Blumenstrauß vom Beifahrersitz und ging zügig über die Straße. Helene Landrat stieg gerade aus ihrem Auto. Sie musste es sein, Johannas Beschreibung traf sie gut. „Frau Landrat?“, rief er, weil sie sich abwenden wollte.
Sie wandte sich um. Robert hielt die Blumen hoch, lächelte.
Ihr Blick taxierte ihn. „Für einen hübschen, jungen Mann mit Blumen bin ich es.“
Robert gab ihr den Strauß. „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken.“ Er sah aus den Augenwinkeln, wie die Fahrer aus den anderen Wagen ausstiegen, um sie beide zu beobachten.
Landrat runzelte die Stirn. „Ich vergesse nie ein Gesicht, mein Schöner, und wir hatten noch nicht das Vergnügen.“
Robert grinste. Der kurze Haarputz verstärkte ihre kantigen Züge. Er schätzte sie auf Ende fünfzig. „Sie haben meiner Freundin aus der Patsche geholfen, und dafür will ich mich bedanken.“ Welche Untertreibung. Hätte die Landrat Johanna nicht nach Hause gebracht …
Landrat lächelte. „Sind Sie sicher? Ich bin mir keiner Schuld bewusst.“
„Letzte Woche, in der Nähe der Vördenbrücke. Sie haben eine Frau … aufgesammelt.“
„Die Schlafwandlerin!“
Das also hatte Johanna gesagt. „Ja“, sagte er und verschloss seine Gefühle sorgfältig. Es ging niemanden etwas an, was mit Johanna war. „Danke, dass Sie sie nach Hause gebracht haben.“
Landrat runzelte die Stirn. „Ist sie zu einem Arzt gegangen? Sie sah fertig aus. Und sie humpelte.“
Robert schüttelte den Kopf, nickte dann aber. „Ja und nein.“
„Wie bitte?“
Er lächelte wieder. „Ich bin Arzt. Es ist alles in Ordnung mit ihrem Fuß.“ Ja, mit dem Fuß.
Sie hob die Blumen. „Vielen Dank. Aber das wäre nicht nötig gewesen.“
„Und falls mal was ist, kommen Sie ins Elisabeth.“
„Sie sind wirklich Arzt?“
Er schaute gespielt gekränkt. „Sieht man das nicht?“
Sie lachte, schüttelte den Kopf. „Model hätte ich sofort geglaubt.“
Robert grinste. Die Frau gefiel ihm. Er zog eine Visitenkarte aus der Geldbörse und gab sie ihr. „Sie haben was gut.“
Sie blickte auf die Karte und ihre Augenbrauen rutschten noch ein Stück höher. Dann sah sie auf. „Wenn mir wieder die Hüfte weh tut, komme ich darauf zurück, Herr Oberarzt.“
Er nickte ihr zu und ging zu seinem Auto. Als er einstieg, hörte er sie rufen: „Was glotzt ihr so, Jungs? Ich habe euch doch von meinem neuen Lover erzählt!“
Robert grinste, kurbelte die Scheibe herunter. „Helene!“, rief er.
Sie wandte sich ihm zu, genau wie die drei Männer. Er lächelte und warf ihr eine Kusshand zu.

Wie geht es weiter? Den Freitag und weiter bis der NaNo vorbei ist!

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