Schreiben im April 2014 – ein neuer Anfang

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Woche 8 zu Ende planen.

Was geschrieben? 6000 Zeichen Frakturen (Roman-Montag Morgen)
Auch im März noch Pause, willentlich. Es war so etwas wie ein Experiment. Ich arbeite schon sehr lange an diesem Projekt, seit Ostern 2009. Sehr lange Zeit für etwas, das nie zur Veröffentlichung gedacht ist. Und ich wollte einfach wissen, ob noch genug Interesse da ist, immer noch weiter zu machen nach der langen Zeit.
Und wirklich, im März habe ich meine „Frakturen“ nicht sehr vermisst. Doch Anfang April kamen die Gedanken an Robert und Johanna verstärkt wieder. Und dann dauerte es nicht lange, und ich las, was mir der NaNoWriMo an Text beschert hatte. Und es gefiel mir.
Also habe ich mich ergeben und im April den Faden wieder aufgenommen, viel Arbeit im real life hin oder her. Ich habe mich wieder eingelesen und dann mit der Planung von Woche 8 weitergemacht. Das Gerüst steht nun, und Ende April habe ich wieder die ersten Zeichen getippt. Nur 6000, aber immerhin. Ein neuer Anfang nach gut dreieinhalb Monaten Pause.

Fazit? Manchmal braucht es eine Pause, um das Herz wieder zu hören.

Textausschnitt: Woche 8, Montag, 09. Juni 2009, früher Morgen (Johannas Wohnung)

Das heiße Wasser floss über mich hinweg, und ich schickte ihm alle meine Gedanken, damit sie mit wegspülten. Was für ein beschissener Abend war das gewesen! Erst das Fiasko mit der Brücke, dann der Zusammenbruch. Ich schauderte, trotz des heißen Wassers.
Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich da auf dem Sofa gelegen hatte und geheult. Lange, so viel war klar. Ich schloss die Augen, versuchte die Gedanken abzuschotten, aber sie kamen trotzdem. Ich hatte gemerkt, wie es mir immer mehr entglitten war. Noch nie hatte ich das so bewusst wahrgenommen, so einen Absturz. Aber es war mir klar gewesen, noch als es passierte, dass ich da so schnell nicht wieder raus kommen würde. Ich schluckte gegen das trockne Gefühl in meinem Hals. Schrecklich war das gewesen.
Ich ließ den Kopf hängen, und das Wasser rauschte gegen meinen Hinterkopf, lief heiß an meinem Gesicht entlang. Ob es mir besser gegangen wäre, hätte ich Robert angerufen? Mein Magen zog sich zusammen. Vermutlich wäre es das. Doch ich hatte ja schon stundenlang darüber gegrübelt, was ich mit dem Problem „Robert“ machen sollte. Dass ich mich nicht von ihm abhängig machen konnte. Wie konnte ich da beim kleinsten Weinen zum Telefon rennen? Alle Vorsätze über Bord werfen und ihn anrufen? Undenkbar.
Doch es war kein kleines Weinen gewesen, aber das wusste ich ja nicht, als ich noch einigermaßen klar hatte denken können. Und da hätte ich keinesfalls ihn angerufen. Ich schüttelte den Kopf. Es wäre wie eine Niederlage gewesen. Eingestehen von Versagen. Von Abhängigkeit. Dass ich doch nicht allein zurechtkam.
Undenkbar.
Und das hatte ich dann davon gehabt. Einen Horrorabend.

Wie geht es weiter? Woche 8/Montag zu Ende schreiben.

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