Schreiben im Mai 2014 – Aufraffen mit Effekt

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Woche 8/Montag zu Ende schreiben.

Was geschrieben? 66000 Zeichen Frakturen (Roman-Montag Morgen)
Bis auf einige Zwangspausen lief der Mai ganz gut, auch wenn es manchmal morgens ein ganz schönes Ringen war, anzufangen. Aber wenn ich dann losgelegt habe, wollte ich nicht mehr aufhören 🙂 Auch ohne die letzten eineinhalb Wochen habe ich immerhin einige Seiten geschafft. Ich bin zufrieden und hoffe, dass es so weiter geht.

Fazit? Aufraffen ist manchmal alles.

Textausschnitt: Woche 8, Montag, 09. Juni 2009, Abend (Bürgerpark)

Natürlich war er vor Johanna da, er war ja auch fast gejoggt durch den Park, weil er es einfach nicht erwarten konnte, sie zu sehen. Der Park war noch erstaunlich voll für diese Uhrzeit, doch die meisten Leute gingen schnell an ihm vorbei, ihre Hunde an der Leine, damit sie ihr Abendgeschäft erledigten.
Robert setzte sich auf die Bank, schlug das Bein über. Doch dann rutschte er herum, legte seinen Arm über die Lehne und spähte in die Richtung, aus der Johanna kommen würde. Sollte er ihr entgegen gehen? Nein, sie hatte gesagt „ihre Bank“, also würde er hier auf sie warten.
Er musste an sich halten, oder er hätte die ganze Zeit gegrinst. Es war das erste Mal gewesen, dass Johanna ein Treffen vorgeschlagen hatte. Und zum ersten Mal so spät am Abend. Was das für Türen öffnete! Vielleicht konnten sie das jetzt öfter machen, einfach noch einen kleinen Abendspaziergang zusammen. Er lächelte wieder, schaute in Richtung des Weges, woher sie kommen würde.
War da nicht etwas? Er wandte sich richtig um und spähte zwischen die Bäume. Ja, da kam sie, er sah ihren Umriss durch die Stämme hindurch. Roberts Herz schlug schneller.
Johanna ging nicht allzu schnell, und ihre Haltung sah etwas steif aus. Grübelte sie wieder? Doch als sie durch die Bäume trat und ihn ansah, lächelte sie. Robert lächelte zurück, stand langsam auf und zwang sich, ihr nicht entgegen zu gehen. Stattdessen sah er sie an, nahm jede Bewegung in sich auf. Je näher sie ihm kam, desto lockerer wurde sie. Da sie jetzt keinen Cast mehr hatte, bewegte sich ihr rechter Arm schon viel natürlicher beim Gehen, und ihr Gang war jetzt viel runder und geschmeidiger als noch letzte Woche. Ihre Haare wippten mit jedem Schritt, genau wie ihre Brüste. Und noch immer lächelte sie, breiter jetzt. Konnte es etwas Schöneres geben, als wenn sie so auf ihn zukam?
Robert umklammerte die Lehne der Bank, damit er auch wirklich stehen blieb. Er genoss jeden Augenblick, und er spürte, wie sein Lächeln immer breiter wurde. Als sie schon fast bei ihm war, hielt er es nicht mehr aus, machte eine kleine Verbeugung und streckte ihr seine Hand entgegen, die Handfläche nach oben, so wie es sich gehörte.

Wie geht es weiter? Montag zu Ende schreiben und den Dienstag beginnen

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Schreibfortschritt abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s