Schreiben im Juli 2014 – Auf und ab

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an im Juli? Weiter mit dem Dienstag, ein paar schwierige Szenen stehen an …

Was geschrieben? 45000 Zeichen Frakturen (Roman-Dienstag)
Der Juli startete stark, die schwierigen Szenen flutschten gut. Dann drängten sich wieder andere Dinge vor, und der Rest vom Juli rauschte an mir vorbei, ohne dass ich noch etwas Nennenswertes am Projekt gemacht habe. Schade, aber nicht zu ändern. Es hinterlässt das Gefühl eines schwachen Julis, obwohl es insgesamt mehr Zeichen waren als im Juni.
Ich hoffe auf einen produktiveren August.

Fazit? Statistik hilft – der Monat war doch gar nicht so schlecht 🙂

Textausschnitt: Woche 8, Dienstag, 09. Juni 2009, Abend (Vördenbrücke)

Johanna streckte ihre rechte Hand nach ihm aus, und er nahm auch die, ganz vorsichtig, ganz sanft. Sie zitterte, ihre Hände waren eiskalt. Sie zog ihn hinter sich, doch Robert ließ sie los, schlüpfte aus seiner Jacke und half Johanna in das Fleece. Sofort streckte sie ihre Hände wieder aus, und er nahm sie. Sie zog seine Arme um sich, zog ihn näher, bis seine Brust ihren Rücken berührte. Sie sackte gegen ihn, und er richtete sich auf, stützte sie, hielt sie mit seinen Armen.
Robert drückte Johanna gegen seine Brust, verwirrt und glücklich zugleich. Seit ihrem Zusammenbruch vor zwei Wochen hatten sie nicht mehr so eng beieinander gestanden. Und mehr noch, Johanna war diejenige, die ihn herangezogen hatte, die seine Nähe suchte.
Es war kein gutes Zeichen, dass sie ihn nicht ansah, und er hatte Angst, was er sehen würde, wenn sie es schließlich tat. Doch jetzt war er erstmal zufrieden, dass er sie bei sich spürte, sicher in seinen Armen. Er würde sie beschützen, alles Leid von ihr fernhalten.
Er blickte an ihrem Kopf vorbei auf das Wasser der Vörde, auf die gespiegelten Lichter und die Wellenmuster. Er sprach jetzt nicht mehr, Johanna war diejenige, die was sagen musste. Er beugte sich etwas vor, neigte den Kopf und legte ihn gegen ihren, ganz sanft nur. Der Wind bewegte ihre gedrehten Haarspitzen, wehte sie gegen seine Wange und kitzelte ihn.
Johanna seufzte auf, als sie seine Berührung bemerkte, und neigte ihren Kopf seinem entgegen. Robert lächelte kurz, weil sie diese kleine Gesten willkommen hieß und ihm entgegen kam.
Er konnte nicht sagen, wie lange sie so standen, doch es war ihm egal. Es wurde dunkler, der Schein der Straßenlaternen spiegelte sich mehr und mehr auf dem dunklen Wasser. Die Luft wurde kühler, doch Johannas Körper wärmte ihn genug, dass die Kälte in seinem Rücken ihm nichts ausmachte. Sie stand still, seufzte ab und zu auf, leise nur, er spürte es mehr, als dass er es hörte. Er glaubte nicht, dass sie noch weinte, dazu ging ihr Atem zu gleichmäßig. Er hielt sie fest, strich sanft über ihre Finger. Wartete. Genoss ihre Nähe.
Dann holte sie besonders tief Luft, und Robert wusste, dass sie gleich sprechen würde. Sein Herz begann schneller zu schlagen, doch er blieb reglos stehen, hielt sie nur fest.

Wie geht es weiter im August? Den Dienstag beenden, dann weiter mit Mittwoch

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