Schreiben im September 2014 – NaNo im Kleinen

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an im September? Den Mittwoch für Johanna beenden, dann weiter mit Robert

Was geschrieben? 195000 Zeichen Frakturen (Roman-Mittwoch bis Freitag)
Diesen Monat gab es einen Mini-NaNo mit Freunden. Ziel waren 30000 Worte, also 1000 am Tag. Das hat auch gut geklappt, auch wenn es manchmal stressig war durch die viele Arbeit im Büro und etliche Dienstreisen. Aber einige Tage ohne Schreiben konnte ich ganz gut wieder reinholen.
Was den „echten“ NoNo im Novenber angeht … ich bin unschlüssig. Durch die Expedition in die Antarktis bleiben mir nur 23 Tage, das sind dann mehr als 2000 Worte am Tag. Puh … mal sehen.

Fazit? Wenn die Planung steht, kann man selbst mit einer Stunde am Tag weit kommen 🙂

Textausschnitt: Woche 8, Donnerstag, 12. Juni 2009, Früher Abend (Johannas Wohnung)

„Ich musste, Rina! Ich musste da hinauf und aushalten, was ich gemacht hatte.“ Ich zuckte die Achseln. „Ich habe keine Ahnung, wie lange ich oben auf der Brücke stand, aber es gingen mir so viele Dinge durch den Kopf, so viel Schreckliches.“ Ich schloss kurz die Augen. „Aber ganz langsam wurde das immer weniger. Je länger ich da stand, um so weniger … erdrückten mich die Erinnerungen. Es war alles noch da, aber weniger … schlimm.“ Ich hob die Schultern. „Es war wie so eine Welle, die über mich drüberrauscht. Und wenn sie weg ist, wird es besser. Sinkt das Wasser, sozusagen.“ Dann lächelte ich kurz. „Und gerade als die Welle durch war, hat Robert angerufen.“
Sie zog kurz die Augenbrauen zusammen, nickte dann aber. „Hattest dein Handy dabei.“
Ich nickte. „Was an sich schon ein Wunder ist, dass ich es eingepackt hatte.“ Ich zuckte die Achseln. „Er rief an und dann kam er. Auf die Brücke.“ Zu mir.
„Und?“
Jetzt sah Regina mich neugierig an, der Themenwechsel auf Robert lenkte sie ab. Ich lächelte. „Ich hatte ihn gebeten, zu Fuß hochzukommen, und er hat unten geparkt und kam die Brücke raufgelaufen.“
„Und?“ Sie beugte sich vor.
„Es hat ihn sehr erschreckt, dass ich da stand.“
„Wusste er … davon?“
Ich nickte. „Nicht viel, aber er wusste etwas.“ Nicht ganz gelogen, aber ich wollte nicht, dass Regina jetzt darüber nachdachte. „Deswegen hat es ihn so erschreckt.“
„Und was hat er gemacht?“
Die Frage müsste eher lauten, was ich gemacht hatte. Ich verzog das Gesicht. „Was ich wollte.“
„Und was wolltest du?“
Sie hatte diesen „lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen“-Blick, aber ich wusste nicht, wie ich das beschreiben konnte. Also stand ich auf, bedeutete ihr, mit in die Mitte vom Wohnzimmer zu kommen. Sie tat es, eine Augenbraue hochgezogen. Ich stellte mich vor sie, griff dann nach hinten zu ihren Händen und umfasste sie. Dann schlang ich meine Arme um mich und nahm ihre mit. Regina war größer als ich aber nicht so groß wie Robert. Deswegen passte es nicht ganz. Roberts Arme hatten bequem an meiner Seite gelegen, ihre waren etwas zu niedrig. Es fiel mir erst jetzt auf, wie viel das ausmachte.
Doch Regina verstand und hielt mich fest. Ich entspannte mich, lehnte mich etwas gegen sie. Ihre Brüste waren natürlich viel weicher als Roberts Brust, doch ich seufzte auf, entspannte mich. Und wie Robert beugte Regina den Kopf und legte ihren an meinen.
Eine Gänsehaut lief über meine Arme. „Das hat er auch gemacht“, flüsterte ich.
Sie rührte sich nicht. „Seinen Kopf gegen deinen gelegt?“
Ich nickte ganz leicht und spürte, wie meine Wangen heiß wurden. So eng.
„Und wie hat es sich angefühlt?“, fragte Regina leise.
Ich schluckte gegen den Kloß in meinem Hals. Es war wunderbar gewesen, hatte mich runtergeholt aus dem Chaos in mir. Angenehm hatte es sich angefühlt, beinahe geborgen. Als ob nichts mir etwas anhaben konnte, wenn wir so standen. Ich schluckte. Wenn ich es Regina nicht eingestehen konnte, wem dann? „Sicher“, flüsterte ich.

Wie geht es weiter im Oktober? Freitag beenden, Samtag und Sonntag genauer Planen

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