Schreiben im August 2014 – Halber Monat

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an im August? Den Dienstag beenden, dann weiter mit Mittwoch

Was geschrieben? 32000 Zeichen Frakturen (Roman-Dienstag und -Mittwoch)
Ich habe mal wieder geteilt – Johanna ist gerade wieder in einer schwierigen Phase, also bin ich bei ihr geblieben und habe Roberts Szenen erst einmal übersprungen. Der Anfang vom August lief gut, dann kam die Urlaubszeit … also halber Monat 🙂
Dafür wird der September Ausgleich bieten – ein privater NaNo mit meiner Schreibgruppe. Ziel: 30000 Worte.

Fazit? Kein neues – wenn Urlaub ist, schreibe ich weniger.

Textausschnitt: Nächsten Monat wieder, zu viele zerrissene Teile im August.

Wie geht es weiter im September? Den Mittwoch für Johanna beenden, dann weiter mit Robert

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Schreiben im Juli 2014 – Auf und ab

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an im Juli? Weiter mit dem Dienstag, ein paar schwierige Szenen stehen an …

Was geschrieben? 45000 Zeichen Frakturen (Roman-Dienstag)
Der Juli startete stark, die schwierigen Szenen flutschten gut. Dann drängten sich wieder andere Dinge vor, und der Rest vom Juli rauschte an mir vorbei, ohne dass ich noch etwas Nennenswertes am Projekt gemacht habe. Schade, aber nicht zu ändern. Es hinterlässt das Gefühl eines schwachen Julis, obwohl es insgesamt mehr Zeichen waren als im Juni.
Ich hoffe auf einen produktiveren August.

Fazit? Statistik hilft – der Monat war doch gar nicht so schlecht 🙂

Textausschnitt: Woche 8, Dienstag, 09. Juni 2009, Abend (Vördenbrücke)

Johanna streckte ihre rechte Hand nach ihm aus, und er nahm auch die, ganz vorsichtig, ganz sanft. Sie zitterte, ihre Hände waren eiskalt. Sie zog ihn hinter sich, doch Robert ließ sie los, schlüpfte aus seiner Jacke und half Johanna in das Fleece. Sofort streckte sie ihre Hände wieder aus, und er nahm sie. Sie zog seine Arme um sich, zog ihn näher, bis seine Brust ihren Rücken berührte. Sie sackte gegen ihn, und er richtete sich auf, stützte sie, hielt sie mit seinen Armen.
Robert drückte Johanna gegen seine Brust, verwirrt und glücklich zugleich. Seit ihrem Zusammenbruch vor zwei Wochen hatten sie nicht mehr so eng beieinander gestanden. Und mehr noch, Johanna war diejenige, die ihn herangezogen hatte, die seine Nähe suchte.
Es war kein gutes Zeichen, dass sie ihn nicht ansah, und er hatte Angst, was er sehen würde, wenn sie es schließlich tat. Doch jetzt war er erstmal zufrieden, dass er sie bei sich spürte, sicher in seinen Armen. Er würde sie beschützen, alles Leid von ihr fernhalten.
Er blickte an ihrem Kopf vorbei auf das Wasser der Vörde, auf die gespiegelten Lichter und die Wellenmuster. Er sprach jetzt nicht mehr, Johanna war diejenige, die was sagen musste. Er beugte sich etwas vor, neigte den Kopf und legte ihn gegen ihren, ganz sanft nur. Der Wind bewegte ihre gedrehten Haarspitzen, wehte sie gegen seine Wange und kitzelte ihn.
Johanna seufzte auf, als sie seine Berührung bemerkte, und neigte ihren Kopf seinem entgegen. Robert lächelte kurz, weil sie diese kleine Gesten willkommen hieß und ihm entgegen kam.
Er konnte nicht sagen, wie lange sie so standen, doch es war ihm egal. Es wurde dunkler, der Schein der Straßenlaternen spiegelte sich mehr und mehr auf dem dunklen Wasser. Die Luft wurde kühler, doch Johannas Körper wärmte ihn genug, dass die Kälte in seinem Rücken ihm nichts ausmachte. Sie stand still, seufzte ab und zu auf, leise nur, er spürte es mehr, als dass er es hörte. Er glaubte nicht, dass sie noch weinte, dazu ging ihr Atem zu gleichmäßig. Er hielt sie fest, strich sanft über ihre Finger. Wartete. Genoss ihre Nähe.
Dann holte sie besonders tief Luft, und Robert wusste, dass sie gleich sprechen würde. Sein Herz begann schneller zu schlagen, doch er blieb reglos stehen, hielt sie nur fest.

Wie geht es weiter im August? Den Dienstag beenden, dann weiter mit Mittwoch

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Schreiben im Juni 2014 – Weiter im Takt

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Woche 8/Montag zu Ende schreiben, den Dienstag anfangen.

Was geschrieben? 42000 Zeichen Frakturen (Roman-Montag und Dienstag Vormittag)
Auch der Juni brachte mir wieder Schreibpausen, aber immerhin ist jede Woche etwas Text entstanden, es gab keine langen Aussetzer. Doch es bleibt ein Ringen, mich morgens aufzuraffen. Aber ich komme voran, und das ist die Hauptsache.

Fazit? Keines. Routine.

Textausschnitt: Woche 8, Montag, 09. Juni 2009, Abend (Johannas Wohnung)

Ich sah von meinem Balkon hinab zu Robert und winkte. Ich hatte keinen Zweifel daran gehabt, dass er da unten stehen würde und hinaufsah. So viele Rituale schon, die wir hatten. Nach so kurzer Zeit. Und so, wie Robert grinste, war es ihm sehr wichtig. Und wieso auch nicht? Es störte ihn überhaupt nicht, wer ihn dabei beobachten könnte. Ich wünschte, ich hätte sein Selbstvertrauen.
Robert warf mir eine Kusshand zu. Ich lächelte, scheuchte ihn aber wieder davon. Er lachte, verbeugte sich wie eben auf der Treppe und wandte sich dann ab.
Ich trat von der Brüstung zurück, ging aber nicht in die Wohnung zurück, obwohl mich fröstelte. Ich verschränkte die Arme vor der Brust und blickte die Straße entlang. Es dauerte nicht lange, dann kam Robert wieder in Blick. Er ging zügig, das leichte Humpeln, was ich noch spürte, wenn ich seine Hand hielt, sah man so nicht mehr. Dafür fielen aus der Entfernung seine O-Beine umso mehr auf. Wenigstens etwas, das nicht so perfekt an ihm war.
Ich seufzte und zog mich noch einen kleinen Schritt weiter zurück, weil ich nicht wollte, dass Robert mich sah, sollte er sich noch mal umdrehen. Ich schauderte von der Kälte und ging doch nicht rein, den Blick weiter auf Robert gerichtet. Als könnte er mir noch etwas von seiner Wärme und Zuversicht abgeben, nur weil ich ihm nachsah.
Er erreichte das Ende meiner Straße, wo er abbiegen musste, wenn er nach Hause wollte. Er hielt an, wandte sich um und sein Blick suchte die Häuserreihe ab, bis er meinen Balkon fand. Er konnte mich nicht sehen, doch ich trat noch einen Schritt zurück. Einen Augenblick blieb Robert stehen und schaute, dann wandte er sich um und verschwand aus meinem Blickfeld.
Ich seufzte auf, drehte mich um und ging hinein. Ich schloss die Balkontür, schauderte wieder und setzte mich noch in der Fleecejacke aufs Sofa und zog die Decke über mich. Aber dann ließ ich mich doch zur Seite fallen und legte mich hin. Ich schloss die Augen, und der Abend huschte durch meinen Kopf. Die Bäume im Park, wie Robert auf der Bank saß und auf mich wartete, die Leute mit ihren Hunden. Aber mehr noch das Gefühl von Roberts Hand an meiner. Wie gut es sich anfühlte, wenn er sie hielt. Warm und sicher, weich und doch fest. Geborgen. Als ob sie an dem Platz wäre, wohin sie gehörte.
Mein Magen zog sich zusammen. Es war schön, aber es machte mir auch Angst. Angst, wohin das führen sollte. Denn es konnte nirgendwo hinführen.

Wie geht es weiter im Juli? Weiter mit dem Dienstag, ein paar schwierige Szenen stehen an …

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Schreiben im Mai 2014 – Aufraffen mit Effekt

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Woche 8/Montag zu Ende schreiben.

Was geschrieben? 66000 Zeichen Frakturen (Roman-Montag Morgen)
Bis auf einige Zwangspausen lief der Mai ganz gut, auch wenn es manchmal morgens ein ganz schönes Ringen war, anzufangen. Aber wenn ich dann losgelegt habe, wollte ich nicht mehr aufhören 🙂 Auch ohne die letzten eineinhalb Wochen habe ich immerhin einige Seiten geschafft. Ich bin zufrieden und hoffe, dass es so weiter geht.

Fazit? Aufraffen ist manchmal alles.

Textausschnitt: Woche 8, Montag, 09. Juni 2009, Abend (Bürgerpark)

Natürlich war er vor Johanna da, er war ja auch fast gejoggt durch den Park, weil er es einfach nicht erwarten konnte, sie zu sehen. Der Park war noch erstaunlich voll für diese Uhrzeit, doch die meisten Leute gingen schnell an ihm vorbei, ihre Hunde an der Leine, damit sie ihr Abendgeschäft erledigten.
Robert setzte sich auf die Bank, schlug das Bein über. Doch dann rutschte er herum, legte seinen Arm über die Lehne und spähte in die Richtung, aus der Johanna kommen würde. Sollte er ihr entgegen gehen? Nein, sie hatte gesagt „ihre Bank“, also würde er hier auf sie warten.
Er musste an sich halten, oder er hätte die ganze Zeit gegrinst. Es war das erste Mal gewesen, dass Johanna ein Treffen vorgeschlagen hatte. Und zum ersten Mal so spät am Abend. Was das für Türen öffnete! Vielleicht konnten sie das jetzt öfter machen, einfach noch einen kleinen Abendspaziergang zusammen. Er lächelte wieder, schaute in Richtung des Weges, woher sie kommen würde.
War da nicht etwas? Er wandte sich richtig um und spähte zwischen die Bäume. Ja, da kam sie, er sah ihren Umriss durch die Stämme hindurch. Roberts Herz schlug schneller.
Johanna ging nicht allzu schnell, und ihre Haltung sah etwas steif aus. Grübelte sie wieder? Doch als sie durch die Bäume trat und ihn ansah, lächelte sie. Robert lächelte zurück, stand langsam auf und zwang sich, ihr nicht entgegen zu gehen. Stattdessen sah er sie an, nahm jede Bewegung in sich auf. Je näher sie ihm kam, desto lockerer wurde sie. Da sie jetzt keinen Cast mehr hatte, bewegte sich ihr rechter Arm schon viel natürlicher beim Gehen, und ihr Gang war jetzt viel runder und geschmeidiger als noch letzte Woche. Ihre Haare wippten mit jedem Schritt, genau wie ihre Brüste. Und noch immer lächelte sie, breiter jetzt. Konnte es etwas Schöneres geben, als wenn sie so auf ihn zukam?
Robert umklammerte die Lehne der Bank, damit er auch wirklich stehen blieb. Er genoss jeden Augenblick, und er spürte, wie sein Lächeln immer breiter wurde. Als sie schon fast bei ihm war, hielt er es nicht mehr aus, machte eine kleine Verbeugung und streckte ihr seine Hand entgegen, die Handfläche nach oben, so wie es sich gehörte.

Wie geht es weiter? Montag zu Ende schreiben und den Dienstag beginnen

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Schreiben im April 2014 – ein neuer Anfang

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Woche 8 zu Ende planen.

Was geschrieben? 6000 Zeichen Frakturen (Roman-Montag Morgen)
Auch im März noch Pause, willentlich. Es war so etwas wie ein Experiment. Ich arbeite schon sehr lange an diesem Projekt, seit Ostern 2009. Sehr lange Zeit für etwas, das nie zur Veröffentlichung gedacht ist. Und ich wollte einfach wissen, ob noch genug Interesse da ist, immer noch weiter zu machen nach der langen Zeit.
Und wirklich, im März habe ich meine „Frakturen“ nicht sehr vermisst. Doch Anfang April kamen die Gedanken an Robert und Johanna verstärkt wieder. Und dann dauerte es nicht lange, und ich las, was mir der NaNoWriMo an Text beschert hatte. Und es gefiel mir.
Also habe ich mich ergeben und im April den Faden wieder aufgenommen, viel Arbeit im real life hin oder her. Ich habe mich wieder eingelesen und dann mit der Planung von Woche 8 weitergemacht. Das Gerüst steht nun, und Ende April habe ich wieder die ersten Zeichen getippt. Nur 6000, aber immerhin. Ein neuer Anfang nach gut dreieinhalb Monaten Pause.

Fazit? Manchmal braucht es eine Pause, um das Herz wieder zu hören.

Textausschnitt: Woche 8, Montag, 09. Juni 2009, früher Morgen (Johannas Wohnung)

Das heiße Wasser floss über mich hinweg, und ich schickte ihm alle meine Gedanken, damit sie mit wegspülten. Was für ein beschissener Abend war das gewesen! Erst das Fiasko mit der Brücke, dann der Zusammenbruch. Ich schauderte, trotz des heißen Wassers.
Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich da auf dem Sofa gelegen hatte und geheult. Lange, so viel war klar. Ich schloss die Augen, versuchte die Gedanken abzuschotten, aber sie kamen trotzdem. Ich hatte gemerkt, wie es mir immer mehr entglitten war. Noch nie hatte ich das so bewusst wahrgenommen, so einen Absturz. Aber es war mir klar gewesen, noch als es passierte, dass ich da so schnell nicht wieder raus kommen würde. Ich schluckte gegen das trockne Gefühl in meinem Hals. Schrecklich war das gewesen.
Ich ließ den Kopf hängen, und das Wasser rauschte gegen meinen Hinterkopf, lief heiß an meinem Gesicht entlang. Ob es mir besser gegangen wäre, hätte ich Robert angerufen? Mein Magen zog sich zusammen. Vermutlich wäre es das. Doch ich hatte ja schon stundenlang darüber gegrübelt, was ich mit dem Problem „Robert“ machen sollte. Dass ich mich nicht von ihm abhängig machen konnte. Wie konnte ich da beim kleinsten Weinen zum Telefon rennen? Alle Vorsätze über Bord werfen und ihn anrufen? Undenkbar.
Doch es war kein kleines Weinen gewesen, aber das wusste ich ja nicht, als ich noch einigermaßen klar hatte denken können. Und da hätte ich keinesfalls ihn angerufen. Ich schüttelte den Kopf. Es wäre wie eine Niederlage gewesen. Eingestehen von Versagen. Von Abhängigkeit. Dass ich doch nicht allein zurechtkam.
Undenkbar.
Und das hatte ich dann davon gehabt. Einen Horrorabend.

Wie geht es weiter? Woche 8/Montag zu Ende schreiben.

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Schreiben im Januar 2014 – zähe Planungen

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier monatlich über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Woche 8 planen

Was geschrieben? 16000 Zeichen Frakturen (Roman-Montag Morgen)
Etwas bin ich voran gekommen, allerdings nicht annähernd so viel wie gewünscht. Montag der Woche 8 steht einigermaßen, alles andere ist noch sehr durcheinander und auch nicht ausgefeilt.
31 Tage und nichts geschafft? So ist es, es war schlicht keine Zeit und Kapazität, weder für das Schreiben noch für viel Internet. Dafür hatte ich real life in vollsten Zügen. Und so habe ich ab Mitte Januar nichts weiter gemacht. Fühlte sich erst nicht gut an, mittlerweile bin ich froh über die Pause und habe kaum noch kein schlechtes Gewissen mehr. Mal sehen, wie lange die Auszeit gehen wird, sicher noch den Februar lang, deswegen wird es auch keinen Fortschrittsbericht geben.

Fazit? Wenn es zu viel wird, muss auch mal das Schreiben zurückstehen.

Wie geht es weiter im März? Woche 8 zu Ende planen.

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Schreiben im Dezember 2013 – übliche Winterflaute

Ich arbeite kontinuierlich an meinem Projekt „Frakturen“ und berichte hier monatlich über den Schreibfortschritt.

Was lag an? Den Sonntag und damit die Woche 7 beenden !

Was geschrieben? 37000 Zeichen Frakturen (Roman-Sonntag zu Ende)

Wie jedes Jahr ist der Monat nach dem NaNo eher schwach. Ich habe jedoch mein Ziel erreicht und den Roman-Sonntag (und damit Woche 7 post Klinik) beendet. Insgesamt hatte ich nur vier Schreibtage im Dezember … viel zu wenig, um sich gut anzufühlen. Die Abstände waren viel zu groß, ich musste zu viel nachlesen, um wieder reinzukommen.

Fazit? Kontinuität macht das Schreiben leichter.

Textausschnitt: Woche 7, Sonntag, 09. Juni 2009, Nachmittag (Börde)

Regina hakte mich wieder unter, und wir gingen schweigend weiter. Ich versuchte, an nichts zu denken, die Sonne zu genießen, Reginas Gegenwart, aber es funktionierte nicht. Immer wieder landete ich bei dem Chaos in mir, bei den Erinnerungen, und dass ich keinen Plan hatte, wie es werden sollte. Dem Knäuel meiner Empfindungen.
Regina seufzte auf. „Vielleicht bin ich jetzt auch weniger neidisch.“
Ich blinzelte, verstand nicht, was sie mir sagte. „Neidisch?“
„Auf Robert.“ Sie seufzte wieder. „Ich wollte mir das ja nicht eingestehen, aber es ist so. Ich bin neidisch auf ihn.“
„Wieso?“
„Weil er das irgendwie hinkriegt, mit dir zu sprechen, dich aufzubauen. Er … er kann das irgendwie besser als ich.“ Sie verzog das Gesicht. „Mit dir umgehen, wenn es dir so schlecht geht.“
Ich schluckte. Robert. Noch so eine Baustelle. Ich schüttelte den Kopf. „Nicht besser.“ Anders vielleicht, aber nicht besser.
„Kommt mir so vor.“
Ich schüttelte wieder den Kopf. „Er … er versteht Dinge. Aber andere als du.“
Sie seufzte auf, doch dann lachte sie plötzlich. „Über Robert hat dich Mama doch bestimmt auch ausgefragt.“
„Sie hat es versucht.“
Regina lachte wieder. „Aber du hast den Mund gehalten?“
„Ich wusste nicht, was ich sagen sollte.“ Ist er dein Freund, hatte sie gefragt. Freund, ja, aber nicht so. Mein Magen verkrampfte sich.
„Ist was nicht in Ordnung zwischen euch?“
Wie hatte ich geklungen, dass sie mich das jetzt fragte? Ich seufzte auf, weil Regina gerade bewiesen hatte, dass sie mich verstand. „Doch, schon.“
„Das klingt jetzt ja nicht so.“
Ich seufzte auf. „Robert ist auch Chaos“, sagte ich leise.

Wie geht es weiter? Woche 8 planen.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch in

2014!

Auf in ein neues, spannendes und kreatives Jahr!

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